Correlophus ciliatus

(Kronengecko)

Kronengeckos sind sehr faszinierende Tiere, welche wir ebenfalls pflegen und züchten.
Diese galten lange Zeit als ausgestorben, bevor Sie im Jahr 1994 durch Seipp & Klemmer wiederendeckt wurden.

Bei Kronengeckos gibt es nicht diese typischen Morphen wie zB bei Leopardgeckos sondern die Bestimmung bzw Bezeichnung richtet sich eher nach dem Muster des Tieres.

Die Tiere stammen ursprünglich aus Neu Kaledonien und sind Baumwohnend. Daher statten wir die Terrarien mit vielen waagrechten und senkrechten Ästen, sowie Versteckmöglichkeiten und Pflanzen aus.
Als Bodengrund verwenden wir eine nicht gedüngte Erde.

Die Tiere erreichen eine Gesamtlänge von ca 22 -bis 25 cm. Ausgewachsene Tiere wiegen zwischen 40 und 50 Gramm. Kronengeckos sind dämmerungs bzw nachtaktive Tiere und ernähren sich hautsächlich von Fruchtbrei. Manche bereiten diesen selbst aus "zerdrückten" Früchten zu. Von diesem sehe ich ab, da die Tiere ebenfalls wie viele andere auch, auf die richtige Zufuhr von Mineralien und Vitaminen angewiesen sind. Es gibt mittlerweilse viele verschiedene Produkte. Ich persönlich verwende am liebsten Repashy und als alternative Gecko Nutrition. Zusätzlich zum Brei füttere ich ungefähr einmal in der Woche bestäubte Insekten. Ich tausche jeden dritten Tag die Futterschale gegen eine Neue aus.

Meine Tiere leben einzeln in Terrarien und werden nur zu Paarungszwecken zusammen geführt, da ich die Weibchen dem Paarungsdrang des Männchens nicht permant aussetzen möchte. 
Bei der Aufzucht ist weniger oft mehr. Ich selbst musste lernen ,dass es nicht gut ist, die Kleinen gleich in ein sehr grosses Terrarium zu setzen, da sie sonst nicht fressen. Somit wächst das Terrarium am besten mit dem Tier mit. Gleich nach dem Schlupf sitzen die Jungtiere in einem 20x20x20 Würfel, dann geht es weiter mit 30x30x30 usw. Mir ist bewusst, dass man sich bei der Anschaffung des Tieres als Haustier nicht 8 verschiedene Grössen an Terras zulegen möchte. Alternativ kann man auch Plastikboxen so bearbeiten, dass sie als Übergang gute Dienste leisten. Hier ist darauf zu achten, dass man an der Vorderseite unten ein kleines Fenster, und am Deckel mindstens die Hälfte der Fläche ausschneidet und dieses mit Gaze oder einem stabilen Fliegengitter ersetzt. Die Ausstattung mit Ästen usw ist genauso wie bei den Adulten nur mit Mass und Ziel, damit man das Fressverhalten gut beobachten kann.

Subadulte Tiere leben in einem Glasterrarium mit den Massen 45x45x60.
Bei der Endgrösse bin ich für eine einzelnes Tier noch am Experimentieren. Aktuell sitzt ein Adultes Tier auf 75x60x110.  Ich denke, 60x60x100 sollte eine annehmbare Grösse sein.

Kronengeckos werden bei Raumtemperatur gehalten. UV Licht ist nicht notwendig. Da wir es im Winter im Haus gerne "kühler" haben und nur auf rund 23 Grad kommen bzw ein Teil der Tiere in meinem Terra-Raum im Keller sind, gibt bei mir ein bischen zusätzliche Wärme über die Beleuchtung von Arcadia. Hier ist es sicher von Vorteil eine zu wählen, welche gleichzeitig auch etwas gutes für die Pflanzen tut :)

Temperaturen über 28 Grad werden von den Tieren teilweise nicht so gut vertragen. 
Die Beleuchtung ist im Sommer über eine Zeitschaltuhr über 13 Stunden aktiv. Über zwei Monate im Winter verkürzen wir schrittweise diese auf rund 9 Stunden.

Die Tiere benötigen ein subtropisches Klima. Hier kann man zwischen einer Beregnungsganlage, welche über eine Zeitschaltuhr gesteuert wird (so hab ich es bei allen "Endterrarien") oder mittels Sprühflasche händisch, wählen.
Die Luftfeuchtigkeit sollte unter Tags bei rund 55 % liegen und in der Nacht auf 80 bis 90 % ansteigen. Gleichzeitig kann man den Tieren auch eine Box mit feuchten Moos oder Kokosfaser anbieten. Diese werden dann auch gerne von den trächtigen Weibchen als Eiablageplatz verwendet. Auf keinen Fall sollte Staunässe enstehen, da dieses zu Pilzen und Bakterien führen kann.

Eine Schale mit frischem Wasser darf nichts desto trotz nie fehlen.

Für die Verpaarung setzen wir kurzfristig das Männchen zum Weibchen. Die Trächtigkeit dauert ungefähr 4 Wochen (kleine Abweichungen je nach Weibchen). Dann werden normalerweise 2 (hoffentlich) befruchtete Eier gelegt. Diese sollte man dann in einem Inkubator überführen, wo diese bei 24-28 Grad inkubiert werden und ungefähr zwischen 70 und 130 Tagen schlüpfen (je nach Temperatur).

Die Schlüpflinge werden dann in einen der grösse angepasstes Terra überführt. Gerade bei den Jungtieren ist die richtige Luftfeuchtigkeit von enormer Wichtigkeit, da es sehr rasch zu Häutungsproblemen kommen kann. Bei den Jungtieren ist die richtige Ernährung unumgänglich, da es schnell zu Mangelerscheinungen wie zB Rachtis kommen kann.