Gesunde Futtertiere bedeutet gesunde Lieblinge
Seidenraupenzucht
Uns ist es sehr wichtig, dass unsere Reptilien gesund ernährt werden.
Daher züchten wir einen Teil der Futtertiere selber.
Die Seidenraupenfalter legen zwischen 300 und 500 Eier, welche eingesammelt und in zB einer Heimchenbox für 4 Monate in den Kühlschrank müssen.
Man kann diese dann Portionsweise entnehmen.
Die entnommenen Eier werden ebenfalls in einer verschlossenen Heimchendose bei Raumtemperatur (ich stelle meine zB auf ein Terrarium, um die Tempertur etwas zu erhöhen) "ausgebrütet".
Der Schlupf kann verschieden lange dauern. Bei mir sind es im Schnitt zwischen 7 une 14 Tage.
Die Schlüpflinge sind winzig klein und werden dann sofort mit einem speziellen Fertigfutter oder auch frischen Maulbeerblättern gefüttert.
In der Heimchendose darf es werder zu trocken, noch zu feucht werden, da die Kleinen dann sofort sterben. Hier ist Fingerspitzengefühl angesagt.
Ich fütter die kleinen täglich mit Fertigfutter.
Die alten Futterreste müssen so gut es geht entfernt werden, da die Seidenraupen sehr anfällig auf Vermutzung sind.
In dieser Grösse nehme ich alle paar Tage die einzelnen Seidenraupen raus und übersiedle sie in eine frische Box.
Wenn die Tiere später einmal grösser sind, kann man Sie in zb einer Plastikbox mit Gazeboden geben, damit der Kot oder zB auch Futterrest gleich runter fallen.
Seidenraupen können eine stattliche Grösse von ungefähr 10 cm erreichen.
Sie haben einen hohen Calciumanteil und sind somit sehr gut als Leckerli zB während der Legezeit von Reptilien super geeignet.
Ausgewachsen beginnen sich die Raupen schön langsam zu verpuppen. Die Bildung des Cocons dauert ca 2 Tage und in dieser Zeit sollte man die Tiere nicht stören.
Fertig verpuppt überführe ich die Cocons dann in eine eigene Box, wo nach einiger Zeit dann die Seidenfalter schlüpfen.
Leider leben diese nicht wirklich lange. Die einzige Aufgabe der Falter besteht darin, sich zu vermehren. Sie fressen auch in dieser Zeit nichts. Nach erfolter Paarung stirbt das Männchen recht schnell, das Weibchen legt die Eier und stirbt leider ebenfalls kurz darauf.